Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

An dieser Stelle finden Sie unsere Monatsberichte, in denen wir etwas detaillierter schildern, was wir an den Ständen tun und warum wir es tun. Fachbegriffe werden im Glossar erläutert

Und das Gewicht? HIER geht es zu unseren Stockwaagen

Hier erfahren Sie, was an den Bienenständen gerade los ist. Sind die Völker gut aus dem Winter gekommen? Wie läuft die Frühjahrsentwicklung, die Durchlenzung und haben schon Reinigungsflüge stattgefunden? Schwarmstimmung, und jetzt? Honigernte, Auffütterung und Einwinterung, wie funktioniert das alles?

Wir beschreiben hier die imkerlichen Arbeiten im Jahresverlauf. Was muss getan werden, um die Bienen in Ihrer Entwickung zu unterstützen, Schwärme zu vermeiden und die Bienen vor Krankheiten zu bewahren?


September 2022

Die Auffütterung ist abgeschlossen, jetzt können wir uns dem Honig widmen: Gläser müssen bestellt und bedruckt werden, der Honig kann noch etwas reifen. In den nächsten Wochen wird der Honig gerührt, bis er eine cremige Konsistenz erhält.

Entgegen der immer noch weit verbreiteten Meinung, die Imker würden dem Honig irgendetwas hinzufügen, um ihn cremig zu bekommen, ist es ausschliesslich die mechanische Bearbeitung (das Rühren), die verhindert, das sich große Zuckerkristalle bilden können. Je nach Zuckerart, die die Bienen mir nach  Hause bringen, kann dieser Prozess mehr oder weniger lange dauern.


August 2022

Die andauernde Hitze hat jetzt auch viele Flüsse und Seen belastet. Der Rhein z.B. führte so wenig Wasser wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Augenscheinlicher sind natürlich die vielen vertrockneten Böden, auf denen nichts mehr gedeihen will, und Pflanzen, die massenweise absterben.

Die Bienenvölker sind dennoch sehr vital (es gab ja wenigstens genug Blütenpollen), würden aber wohl nur soeben auf dem gesammelten Honig überwintern können. Unsere im Frühjahr angewandten biotechnischen Eingriffe zu Minimierung der Varroamilbe haben, wie auch in der Vergangenheit, ihre Erfolge gebracht, sodaß wir uns zumindest in dieser Hinsicht entspannt zurücklehnen können.


Juli 2022

Es ging natürlich mit dem perfekten Wetter für Freibad-Fans genau so weiter wie im Juni. Dürre, Hitze, Wüstentage. In diesem Juni hat erstmal die Linde (die letzte große Massentracht für Bienen) ihren Dienst versagt und keinen Nektar geliefert.

Nicht die hohen Temperaturen sind das Problem für Bienen (damit kommen sie gut zurecht), sondern die fehlende Feuchtigkeit. So ist die Honigernte ein gutes Stück hinter den im Frühjahr geweckten Erwartungen zurückgeblieben.


Juni 2022

Nach dem fast perfekten Frühjahr folgte ein Juni, der leider nur auf den ersten Blick perfekt war: viel zu warm, viel zu trocken, mit viel Extrem-Hitzetagen. Der zweite Blick offenbart uns nämlich, was das an Ungemach für die Bienen bedeutet. Sie konnten zwar viel, viel Pollen sammeln, der ja als sog. "Bienenbrot" auch zur Aufzucht der Brut genutzt wird, aber Nektar gab es so gut wie keinen. Der Grund ist in der Trockenheit zu finden, da die Pflanzen natürlich mangels Wasser keinen Wasser enthaltenden Nektar produzieren können. Kein Nektar = kein Honig. So mussten wir unsere Prognosen von "super Frühjahr, wird bestimmt 'ne super Ernte" leider in "Na, ob das noch was wird" ändern.

Mal schauen, ob der Juli noch etwas retten kann.


Mai 2022

Welch ein Unterschied zum Frühjahr des letzten Jahres. Es ist fast perfekt, obwohl es, wenn es geregnet hat, doch schon fast zuviel des Guten war. Der Natur hat es auf jeden Fall sehr gut getan.
Und es ist gekommen, wie es kommen sollte: eine excellente Trachtlage hat bei vielen Völkern (Leider nicht bei allen) zu vollen Honigräumen geführt. Was uns dazu gebracht hat, gegen Ende Mai die vollen und sauber verdeckelten Honigwaben einzusammeln, um sie schleudern zu können. Ein angenehmer Nebeneffekt für uns: Viel weniger schwere körperliche Arbeit bei der wöchendlichen Schwarmkontrolle, da nicht mehr so viele Honigräume ab- und wieder aufgesetzt werden müssen.


April 2022

Anders als der letztjährige  hat uns der diesjährige April mehr Freude gemacht. Wie der März überwiegend freundlich mit viel Flugwetter und prächtiger Trachtentwicklung. Die Entwicklung der Völker explodierte regelrecht und wir sind mit dem Aufsetzen neuer Honigräume kaum nachgekommen. Wenn das so weitergeht werden wir wohl im Mai schon die ersten Honigräume wieder nach Hause holen, um sie zu schleudern.


März 2022

Ein März, wie wir Imker und Imkerinnen ihn uns wünschen: Überwiegend warm, sonnig und fast nur nachts regnerisch, wenn auch insgesamt eine Spur zu trocken. Ideale Vorraussetzungen für die Frühjahrsentwicklung der Bienenvölker, die jetzt die Möglichkeit haben, sich gut zu entwickeln um zur Obstblüte stark genug zu sein, um diese zu bewältigen


Februar 2022

Tagesthemen vom 28.02.2022:

Machmal sagen Bilder mehr als Worte. Wer unsere Monatsberichte verfolgt, kann die Konsequenzen abschätzen.


Januar 2022

Wie jeder Jahresanfang in den letzten Jahren: zu warm, zu feucht, mit einem Wort: eine Katastrophe für fast alle Insekten (ausser wahrscheinlich für Mücken und Zecken)

Uns bleibt nur abzuwarten und zu hoffen, das die Futtervorräte reichen. Es ist ersteinmal widersprüchlich, aber ein knackiger Winter ist besser für die Entwicklung der Futtervorräte, da weniger (am Besten gar nicht) gebrütet wird, deshalb weniger Energie in Form von Wärme benötigt wird und daher die Futtervorräte länger reichen.


Dezember 2021

Ca.drei Wochen nach den ersten Nachtfrösten im November stellen die Königinnen das Brutgeschaft ein. Das gibt uns die Möglichkeit, die letzte Varroabehandlung durchzuführen. In den letzten Jahren waren wir immer sehr zuversichtlich ob des Erfolges dieser Behandlung, aber so richtig erfahren wir das auch erst, wenn es im Frühjahr wieder so richtig los geht.

Ansonsten sind diese ruhigen Tage geprägt von Aufräumarbeiten, Reparaturarbeiten an den bevorrateten Bienenbeuten, Wachsverarbeitung und Ähnlichen.


November 2021

Ein Wort zum Honig: immer schon ist der Vorgang des Honigrührens (siehe auch: "Geschüttelt oder gerührt ?") oft von Unerklärlichem und Überraschungen geprägt. Immer haben die Honige alle denkbaren Spektren abgedeckt: dauerhaft flüssig, schnell festwerdend, hell, dunkel, eher süß, eher würzig usw., usw. Dieses Jahr allerdings ist das Mystherium noch größer gewesen. Nie zuvor hatten wir, was die Konsistenzen und Farben angeht, eine so hohe Übereinstimmung der Honige ALLER unserer Stände. Eine Überraschung gab es dann auch beim Rühren der Honige. Fast alle Honige kristallisierten sehr gleichmäßig aus, ließen sich aber dennoch so schlecht rühren, dass zwar nach einiger Zeit der Weißgrad (=je heller ein Honig, desto kleiner die Zuckerkristalle) stimmte, aber trotzdem noch Zuckerkristalle spürbar waren. Eigentlich ist dieser Zustand in unseren Augen sogar eher ein Qualitätsmerkmal, da er darauf hinweist, dass es sich tatsächlich (physikalisch gesehen) um eine gesättigte Zuckerlösung handelt und deshalb theoretisch ewig haltbar ist. Die Bienen haben also alles richtig gemacht.

Dennoch muss es natürlich einen Grund dafür geben. Unsere Erklärung ist folgende: durch den Komplettausfall (kein Flugwetter) der Monate April und Mai ist es zum Komplettausfall der Obstblüte und des Obstblüten-Nektars gekommem. Das ansonsten ausgewogene Verhältnis der verschiedenen Zuckerarten ist verändert worden, da die Zuckersorten der Obstblüte (überwiegend Fruktose) fehlen. Dadurch stieg der prozentuale Anteil der andernen Zuckersorten (Glukose), was zu einem völlig anderen Kristallisationsverhalten geführt hat.

Wer eine andere Idee oder Theorie hat, lasse es uns doch bitte wissen.


Oktober 2021

Die Bienenvölker sind immer noch groß und stark (durchschnittlich besteht ein Völk jetzt noch aus ca. 10.000 Bienen, im Sommer sind es ja bis zu 50.000 Bienen), aber die Population geht jetzt zurück, damit ja nicht zu viele überflüssige "Fresser" mit durch den Winter geschleppt werden müssen. Alles eine Frage der Ökonomie.
Auch die Varroazählung hat uns (positiv) überrascht. Fast alle Völker lagen deutlich bis sehr deutlich unter der Schadensschwelle. So haben wir einige Völkern einer Sonderbehandlung unterzogen und können jetzt entspannt auf die letzte Varroabehandlung im November warten.
Wir widmen uns jetzt erstmal weiter der Honigverarbeitung und -abfüllung.


September 2021

Die Bienen haben das Winterfutter gut angenommen, sodass wir jetzt auch die letzten Zargen abräumen konnten. In diesen 2 letzten (schmalen) Zargen befand sich das Futtergeschirr, aus dem die Bienen das Futter nach unten in den verbleibenden Brutraum holten und es dort eingelagert haben. Auf diesen jetzt prall gefüllten Waben wird das Bienenvolk den Winter über sitzen und hat so das Futter immer in der Nähe. Da wir immer sehr großzügig einfüttern, müssen wir uns keine Sorge über Futterknappheit im Frühjahr (dann erst kommen die kritischen Phasen) machen.

Neben der Honigverarbeitung ist jetzt auch die Beobachtung des Varroa-Befalls ein wichtiges Thema. Da können wir im Moment noch entspannt sein, da die im Frühjahr und Sommer durchgeführten biotechnischen Verfahren gut gewirkt haben.


August 2021

Es kam natürlich wie es kommen musste, wie es sich lange angekündigt hat: das Jahr 2021 wird als eines der schlechtesten Bienen- bzw. Honigertragsjahre in die Geschichte eingehen. In vielen Regionen Deutschland wurde gar nichts bis wenig geerntet, andere Regionen kamen etwas besser weg. Für uns bedeutet es nur weniger Honig, für Bienenvölker, die nicht unter imkerlicher "Aufsicht" stehen, bedeutet es den sicheren Tod durch Verhungern. Die eingetragenen Mengen hätten nicht ausgereicht, um sicher über den Winter zu kommen. Diese Problem betrifft in erster Linie große Insektenstaaten und weniger kleinere Populationen wie Hummeln oder Wildbienen, obwohl natürlich auch sie deswegen vor großen Problemen stehen.

Es zeigt sich immer deutlicher, wie wichtig menschliche Hilfe für ALLE Insekten ist: wer Bienen hilft, hilft allen Insekten und umgekehrt.


Juli 2021

Wichtiger als der Honigertrag waren natürlich die schweren Flutkatastrophen und Überschwemmungen in NRW und Rheinland-Pfalz. Auch sie sind vermutlich die Vorboten des schon begonnenen Klimawandels. In dieser Ausprägung rückt alles andere in den Hintergrund. Auch wenn wir in Dortmund nicht unmittelbar betroffen waren, waren die schweren Regenfälle in der Region natürlich auch für die Bienen eine Katastrophe, denn tagelang nicht ausfliegen zu können belastet einen Organismus wie den eines Bienenvolkes extrem. Noch weniger Zeit , den ohnehin schon großen Rückstand aufzuholen.


Juni 2021

Jetzt wird es vielleicht doch noch etwas: die Tage werden deutlich wärmer und die starken Regen schwächen sich ab zu schönen nächtlichen Sommerregen. Das ist perfektes Sommer-Bienen-Wetter.

Aber es steht zu befürchten, das der Rückstand nicht mehr aufzuholen ist. Immerhin fehlen zwei ganze Monate von den vier Monaten, die Bienen zur Verfügung haben, um ihren umfangreichen Wintervorrat anzulegen. Man kann direkt zusehen, wie sie nocheinmal explodieren und versuchen, den Rückstand aufzuholen.


Mai 2021

07.05.2021     Bis jetz ist es noch gut gegangen: die Völker habe noch genug Futter, um die (hoffentlich) letzten kalten Tage zu überstehen. Ab Sonntag soll es endlich wärmer werden und geregnet hat es ja auch schon etwas. Das lässt hoffen. Es hat sich also gelohnt, in den letzten Wochen im Zuge der Schwarmkontrollen auch einen kritischen Blick auf den Futtervorrat zu werfen, was eigentlich um diese Jahreszeit nicht mehr nötig ist.

29.05.2021     Der Mai endet zwar mit einigen sonnigen Tagen, das ändert leider nichts daran, das es dann doch ein überwiegend verregneter Monat war, was ja immer bedeutet: kein Flugwetter. April und Mai zusammen waren nach Informationen des Dt. Wetterdienstes die feuchtesten und kältesten Monate April und Mai der vergangenen 80 Jahre. Für uns waren es die schwierigsten seit Beginn unseres Daseins als Imker. Noch nie hatten wir so wenig Honig in den Honigräumen wie dieses Jahr. Wenn es ab jetzt aber nur noch nachts regnet und tagsüber strahlender Sonnenschein herrscht, können die Bienen den Rückstand vielleicht noch aufholen. Aber wer daran glaubt ...


April 2021

Der April hat es uns wieder einmal richtig schwer gemacht. Es war der mit einer Durchschnittstemperatur von 6°C der kälteste April seit über 40 Jahren. Er kann auch mit folgenden Stichworten beschrieben werden: Alles blüht, nichts fliegt. Und wenn dann mal Flugwetter war, gab es zwar Pollen, aber wenig Nektar und damit auch wenig Honig. Alle Völker bis aus zwei verbrauchten mehr Futter als sie einbringen konnten, diese schwierige Entwicklung belegen auch Standorte mit Stockwaagen.


März 2021

Der März ist in imkerlicher Hinsicht geprägt von weiteren Durchsichten der Völker: wir kontrollieren den Allgemeinzustand der Beuten, des Bienenvolkes und die verbleibende Futtermenge und  stellten fest, dass alles wunderbar läuft: stark ausgewintert, schöne Brutnester, genug Futter bis zur Kirschblüte. Allerdings wirbelten die zwei kalten Wochen Ende März/Anfang April wieder alles durcheinander: also erneute Futterkontrolle, da natürlich gerade die starken brütenden Völker jetzt den höchsten Futterbedarf haben. Es wurde also viel vom restlichen Winterfutter verbraucht, was wiederum den Königinnen viel Platz zum Brüten schaffte. Auch findet jetzt die Durchlenzung statt, also der Austauch der Winterbienen gegen die Sommerbienen (vereinfacht gesprochen)

Auch die ersten Honigräume sind seit Mitte des Monats wieder auf den Völkern.


Februar 2021

Endlich ist es mal winterlich kalt geworden, ein Wetter, wie wir Imker es uns für diese Jahreszeit wünschen. Idealerweise würde es Mitte Dezember kalt und bliebe es bis Ende Februar. Ein knackiger Winter hält die Völker in der Winterpause, sie brüten nicht, der Futterverbrauch ist geringer (geringerer Wärmebedarf, da kein Brutnest gewärmt werden muss!!), es wäre ein natürlicher Zyklus. Durch die warmen Winter brüten viele Völker durch, was auch durch den dann früher einsetztenden Flugverkehr zu erhöhtem Futterverbrauch ("Flugsprit") führt. Diese Flüge führen leider zu nichts, da die Natur noch gar nicht soweit ist.
Die warmen Tage über 10°C Mitte des Monats führten dann zu den nötigen Reinigungsflügen, die wir natürlich gerne sehen, denn sie bedeuten: bis jetzt alles in Ordnung.

Winterimpressionen:

Frühlingsimpressionen:


Januar 2021

Es muß wohl nicht mehr betont werden, auch der Januar war viel zu warm, und zwar deutlich. Diese Wetterkapriolen machen es allen, die auf natürliche Zyklen angewiesen sind (wie z.B. Insekten) wirklich schwer. Da sich natürliche Abläufe immer weiter verschieben (der Blühphasenbeginn verschiebt sich z.B. seit Jahren kontinuierlich in Richtung Jahresanfang), passt das "Feintuning" zwischen Insekten und Natur/Wetter nicht mehr, was zu kritischen Situationen führen kann.

Die Ergebnisse der Varroazählung waren bei allen Völkern gut bis sehr gut (es gab nur drei Ausreisser), so das wir uns jetzt etwas beruhigter den anderen imkerlichen Arbeiten widmen können.


Dezember 2020

Trotz des warmen Novembers hat es ein, zwei Nachtfröste gegeben, ein deutliches Zeichen für die Bienen, mit dem Brüten aufzuhören. Das ermöglicht uns die Winterbehandlung gegen die Varroa. Ob sie gut gewirkt hat, werden wir Anfang des Jahres sehen, denn dann stehen erste Kontrollen an.

Ansonsten sieht man uns in diesen Tagen weniger am Bienenstand, denn dort gibt es im Moment nicht viel zu tun. Aber auch die Vorbereitung auf das nächste Bienenjahr (ist genug Material vorhanden, stehen noch Wachsarbeiten an, müssen Beuten repariert oder besorgt werden usw. usw.) halten uns auf Trab.


November 2020

So schön Temperaturrekorde sein mögen, im November stören sie unsere Bienen. Die Auffütterung ist abgeschlossen und durch die warmen Tage (deutlich über 20°C und 2°C über dem langjährigen Mittel) findet dennoch reger Flugverkehr statt.

Unsere Varroabekämpfungsmaßnahmen haben gute Erfolge gebracht, die konsequente Bekämpfung über das Jahr hat also gewirkt. Das viel zu warme Wetter kann uns natürlich wieder einen Strich durch die Rechnung machen, da die Völker fleissig weiterbrüten. Aber es steht ja noch eine Winterbehandlung ann, wenn die Völker im Dezember (hoffentlich) brutfrei sind.


Oktober 2020

September und Oktober sind von den Auffütterungsmaßnahmen und der allgemeinen Vorbereitung auf den Winter geprägt. Was jetzt nicht klappt, holt uns nächstes Jahr wieder ein und macht uns und den Bienen das Leben schwer.

Ein stark eingewintertes, möglichst varroafreies Volk wird sich im Frühjahr prächtig entwickeln, wenig krankheitsanfällig sein und den sprichwörtlichen Fleiß zeigen. Auf der anderen Seite gilt: was im Verlaufe des vergangenen Jahres versäumt wurde, kann jetzt nur schwer aufgeholt werden. Allerdings ist bis jetzt alles sehr gut gelaufen, Auffütterung und Varroabehandlung haben sehr gut geklappt


September 2020

Noch sind keine nennenswerten Niederschläge gefallen. Die Bienen fliegen fleißig, finden aber nur noch vereinzelt Futterquellen. An den Bienenständen  ist nicht mehr viel zu tun. Wir kümmern uns weiter um die Auffütterung und Varroakontrolle. Die Lage an der „Varroafront“ ist noch entspannt.  Die von uns eingesetzten biotechnischen Maßnahmen haben gegriffen. Den Bienen geht es also gut. Das freut uns sehr.  Beim Füttern müssen wir darauf achten, dass in den Futtereimern genügend Schwimmhilfen vorhanden sind, da Bienen nicht schwimmen können.

Zurzeit bedrucken wir die Honiggläser für unsere Stadtteilhonige und Kunden und füllen den Honig hinein. Da werden die Arbeitstage wieder lang.


August 2020

Ab der Sommersonnenwende beginnt das Bienenvolk sich auf den Winter vorzubereiten. Die Königin legt weniger Eier und das Volk beginnt langsam zu schrumpfen. Bei uns ist es auch einige Tage etwas ruhiger.  Der Honig ist in Hobbocks eingelagert und ruht. So haben wir die Zeit genutzt bei ca. der Hälfte der Bienenvölker neue, junge  und vitale Königinnen einzuweiseln, die ihre Völker gut und den Winter und stark durch nächste Jahr führen können.

Obwohl es erst August ist, beginnt  nun die Winterauffütterung.  Wir sorgen dafür, dass die Bienen mit genügend Futter gut durch den Winter kommen und es sogar bis zum großen Blühen im April reicht.  Ab Ende August haben wir mit dem Rühren und Abfüllen des Honigs begonnen und mit der Ruhe war es vorbei. 


Juli 2020

Im Juli war es warm und viel zu trocken. An unseren „feuchteren“ Bienenstandorten konnten wir kaum die erforderliche Menge an neuen Honigräumen aufsetzen. Hier honigten die Linden sehr stark. Ende Juli haben wir bei allen Bienenvölkern die Honigräume abgenommen und den Honig geerntet. Es gab dann für die Bienen die erste Portion Winterfutter.

Der Juli ist in unserer Imkerei ein sehr arbeitsintensiver Monat. Wir tauschen alte bebrütete Waben gegen neue Waben, sogenannte Mittelwände (vorgeprägte Wachsplatten) aus. Die alten Waben schmelzen wir ein und nutzen das Wachs zur Kerzenherstellung. Ebenfalls im Juli haben wir viele neue Bienenvölker gebildet und aufgefüttert und den Befall der Bienenvölker durch die Varroamilbe kontrolliert. Super Ergebnis, Kaum Varroabefall vorhanden.


Juni 2020

Trotz regelmäßiger Kontrollen sind erste Schwärme sind gefallen. Zum Glück konnten wir alle einfangen und in neue Beuten einlogieren. Es ist immer noch ein besonderes Schauspiel, einen Schwarm beim Auszug beobachten zu können. Auch der Einzug in die Beute ist sehenswert. Bis Mitte/Ende Juni werden die Völker weiter wöchentlich kontrolliert und erweitert. Zurzeit blüht die Linde in der Region und bietet den Bienen die letzte Massentracht. Das heißt für uns, weitere leere Honigräume auf die Bienenvölker setzen. Viele Honigräume sind schon voll und werden nach Ende der Lindeblüte abgeschleudert.


Mai 2020

Im Wonnemonat Mai ist nicht nur für uns Imker viel zu tun. Die Bienenkönigin legt bis zu 2.000 Eier am Tag und so wachsen die Völker unaufhörlich bis zur Sommersonnenwende am 21. Juni. Wir schauen in wöchentlichem Rhythmus in jedes Bienenvolk, hängen neue Mittelwände in die Bruträume, um der Königin Platz für`s Eierlegen zu geben und setzen neue Hönigräume auf. Bei ca. 60 Völker kann sich Jeder vorstellen, wieviel Arbeit dahintersteckt. Auch der Mai war viel zu trocken und bis auf einen kleinen Temperatureinbruch Mitte Mai warm. Ende Mai haben wir mit der Königinnenzucht begonnen. Wenn alles gut geht, werden wir nach der diesjährigen Ernte Buckfast Bioland Reinzuchtköniginnen in einem Großteils unserer Bienenvölker einweiseln. Es bleibt spannend, wie sich die neuen Königinnen weiter entwickeln.


April 2020

Wie war`s im April doch trocken und sonnig! Gut für unsere Vitamin-D Produktion, aber nicht unbedingt gut für unsere Bienen. Im schönsten Sonnenschein konnten die Bienen an vielen Tagen zu Sammelflügen aufbrechen. Der Nektareintrag (aus dem Nektar entststeht der Honig) war bei den Völker jedoch sehr unterschiedlich. Völker, die an eher feuchten Standorten stehen, haben bereits mehrere Honigräume (Halbzargen) gefüllt. Je trockener es ist, desto weniger Nektar stellen die Pflanzen bereit. An einigen Standorten mußten wir genau auf den Futtervorrat der Völker achten, da mehr verbraucht als eingetragen wurde.

Impressionen

Am Monatsende haben wir bei den Völkerdurchsichten viele Brutwaben gesehen, die bis in die Wabenecken mit Brutzellen gefüllt sind. Die Löcher im Brutnest stehen Heizerbienen zur Verfügung. Die Bienen können Ihre Flügel auskuppeln und durch Muskelkontraktion Wärme erzeugen. So temperieren die Bienen das Brutnest. Die Wasserholerinnen sind ebenfalls fleißig. Die eingetragene Feuchtigkeit wird über Verdunstungskälte ebenfalls zur Temperierung genutzt.


März 2020

Die Kirsche beginnt am 09.03. zu blühen, gute 5 Wochen zu früh. Wenigstens hat es bis jetzt ordendlich geregnet, sodass hoffentlich genug Wasser im Boden ist, um alle Pflanzen gut in ein schönes Frühjahr starten zu lassen. Mitte März haben wir bei sonnigem Wetter die Frühjahrsdurchsicht durchgeführt. Bis auf drei drohenbrütige Völker, die wir leider auflösen mussten, sind alle Völker gut durch den Winter gekommen. Futter ist in den Bienenvölkern noch ausreichend vorhanden und wird bis zum großen Blühen im April reichen. Sicherheitshalber haben wir dies zwischnzeitlich nochmals kontrolliert. Die Völker brüten unterschiedlich stark; je nach Legeleistung der Königin. Zurzeit findet die Durchlenzung statt und die Völker wachsen noch nicht so stark an. Ab die Mitte der zweiten Aprilwoche sollen die Temperaturen ansteigen.

Die Bienen sind bereit.


Über einen Eintrag in unser

freuen wir uns sehr

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?